Ministerin Giffey besucht Frauenhaus

 

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (Mitte) und Svenja Stadler mit (v. l.) Anna Vaccaro-Jäger, Angelika Tumuschat-Bruhn (beide AWO) und Gudrun Eschment-Reichert (SPD Buchholz).

 

Auf Einladung von Svenja Stadler kam jetzt die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey in den Wahlkreis. Gemeinsam besuchten die Familienpolitikerinnen das Frauenhaus des Landkreis Harburg und tauschten sich mit Praktikerinnen vor Ort über die Herausforderungen und zukünftigen Vorhaben im Kampf gegen häusliche Gewalt gegen Frauen aus.

 

„Es ist wichtig, dass Frauenhäuser mehr Aufmerksamkeit bekommen“, mahnte Giffey an. Oftmals sei die Flucht in ein Frauenhaus die einzige Chance für die Betroffenen, einer akuten Bedrohung im eigenen Zuhause zu entkommen. Doch es herrsche ein gravierender Mangel an Plätzen für Frauen in Not vor. „Der Staat muss dafür sorgen, dass es genügend Angebote gibt, um Frauen in Gewaltsituationen aufzufangen“, erklärte die Ministerin.

Neben dem geplanten Ausbau von Frauenhäusern in Deutschland, einem bundesweiten System für die Vermittlung von Hilfsangeboten, Hilfsmaßnahmen für Kinder der gewaltbetroffenen Frauen, die Problematiken der Wohnsitzauflage bei Asylbewerberinnen sowie Fortbildungsmöglichkeiten von Institutionen wie beispielsweise der Verfahrensbeistandschaft, wurden auch Angebote in der Täterarbeit thematisiert. Darüber hinaus verwies Giffey auf das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Sie betonte dabei die enorme Wichtigkeit des bundesweiten Beratungsangebots: „Gewalt gegen Frauen ist oft ein Tabuthema, wir müssen das Schweigen brechen. Wir müssen etwas gegen Gewalt an Frauen tun!“

„Ich danke Franziska Giffey für ihr Engagement und ihren Besuch“, sagte Svenja Stadler abschließend. „Es gilt, künftig noch stärker die Schutzeinrichtungen für Frauen zu fördern und die wichtige Aufgabe der Frauenhäuser forciert zu unterstützen.“

 

 


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